... dass das heute noch immer so ist

Kontinuitäten der Ausgrenzung

Author: Heike Rode (page 1 of 5)

DVD mit deutschen,englischen und polnischen Untertiteln

Ab Anfang 2018 gibt es den Film wieder auf DVD- mit deutschen, englischen und polnischen Unertiteln-gegen Spende über das Kontaktformular zu bestellen.

Filmvorführung in Berlin 6.12.2017

Bei der Küche für alle im SUBVERSIV, Brunnenstr. 7, Berlin gibt es nicht nur leckeres veganes Essen – um 20 Uhr wird der Film gezeigt und im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Gespräch und Diskussion mit den Filmemacher*n.

Filmvorführung in Göttingen 27.11.2017

https://www.uni-goettingen.de/de/montag%2c+27.11.2017%3a+…+dass+das+heute+noch+immer+so+ist+-+kontinuit%c3%a4ten+der+ausgrenzung+++film+und+publikumsgespr%c3%a4ch+mit+der+regisseurin+heike+rode/575120.html

https://www.facebook.com/events/125671291445149/

 

Die Fachgruppe Genderforschung zeigt:
… dass das heute noch immer so ist – Kontinuitäten der Ausgrenzung

Film und Publikumsgespräch mit der Regisseurin Heike Rode

Wann: Montag, den 27.11.2017
Zeit: 18Uhr
Ort: Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG) 004

Der Film schildert exemplarisch die Geschichte von Verfolgung und Stigmatisierung sogenannter Asozialer im NS. Maria Potrzeba wurde vorgeworfen, eine sexuelle Beziehung zu dem polnischen Zwangsarbeiter Floran Spionska zu haben. Nach einem Verhör durch die Gestapo wurde sie in das Jugendkonzentrationslager Uckermark eingeliefert. Die Zwangsarbeiter Florian Spionska und Josef Goryl wurden öffentlich gehängt. Maria leidet bis heute unter der Verfolgung. Wie in allen Familien gibt es auch in ihrer Familie generationsübergreifende Auswirkungen der Verfolgungsgeschichte. In Interviews erzählen Nichten und Neffen, wie sie von der Verfolgung ihrer Tante erfahren haben und was das für sie bedeutet. In vielen deutschen Orten gibt es vermutlich ähnliche Geschichten der Verfolgung und Ausgrenzung.
Weitere Informationen: www.film-kontinuitaeten-heutenoch.de

Heike Rode, Aktivistin der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis und Initiative für einen Gedenkort KZ Uckermark e.V., war gut mit Maria befreundet. Sie war an Idee, Regie, Dramaturgie und Produktion beteiligt.

Zu den 39. Biberacher Filmfestspielen eingeladen

Der Film ist in den Wettbewerb um den besten Dokumentarfilm bei den Biberacher Filmfestspielen vom 31.10. – 5.11.2017 (http://www.biberacherfilmfestspiele.de/ ) eingeladen.

„Ein ganz wichtiges Thema, das überall in Deutschland „totgeschwiegen“ wird….

Dieser Film besticht durch seine klare Konzentration auf die Erzählungen von Maria und ihre Verwandten und ist damit umso eindringlicher in Aussage und Wirkung.“

http://www.filmfest-biberach.de/programm

Interview Radio Dreyeckland 21.9.17

Im Morgenmagazin des Radios Dreyeckland wurde am 21.9.17 ein Interview zur Veranstaltungsreihe Jugendkonzentrationslager Uckermark in Freiburg gesendet.

flyer uckermarkflyer uckermark hinten

Filmvorführungen in Freiburg/Breisgau 23. und 26.9.2017

Der Film wird zweimal in Freiburg gezeigt:

am 23.9.2017 um 19.30 Uhr im fz (feministisches zentrum)

mit anschließendem Filmgespräch mit Aktivist*innen der Initiative für einen Gedenkort ehem. KZ Uckermark und einer der Filmemacher*innen

fz freiburg e.V. * faulerstr. 20 * 79098 freiburg   http://www.fz-freiburg.de/

am 26.9.2017 um 19.30 UHr im KoKi (Kommunales Kino)

mit anschließendem Filmgespräch mit Aktivist*innen der Initiative für einen Gedenkort ehem. KZ Uckermark und einer der Filmemacher*innen

Urachstraße 40, 79102 Freiburg       https://www.koki-freiburg.de/

Filmvorführung in Berlin 24.4.2017

Am Montag, 24.4. wird der Film beim OSI Fachschaftstresen gezeigt.

Geöffnet ist ab 19 Uhr, Beginn der Veranstaltung ist (Vortrag, Film und Q&A) um 19:30 Uhr. Vor dem Film gibt es einige Informationen zum Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen und späterem Vernichtungsort Uckermark sowie zur Arbeit der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark und der aktuellen Situation. Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit eines Gesprächs mit Menschen aus dem Filmteam.

Ort: Bandito Rosso,

Filmvorführung Berlin 6.4.17 19.30 Uhr

Im Café Fincan. Altenbrakerstr. 26 (Neukölln). (www.fincan.eu)

am 6. April ab 19:00, Beginn 19:30

Filmclub Frida zeigt: „… dass das heute immer noch so ist. Kontinuitäten der Ausgrenzung.“
(www.film-kontinuitaeten-heutenoch.de)
Ein Dokumentarfilm der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. in Kooperation mit der Österreichischen Lagergemeinschaft.
Mit anschließendem Gespräch mit dem Filmemacher Tom Weller (www.tom-weller.de).

http://www.stoerenfridaberlin.de/

Interview mit Sylvia Köchl zu ihrem Buch „Das Bedürfnis nach gerechter Sühne“

Sylvia Köchl »Das Bedürfnis nach gerechter Sühne«

Wege von österreichischen »Berufsverbrecherinnen« in das Konzentrationslager Ravensbrück.

Die Nazis träumten von einer verbrechensfreien Gesellschaft. Sie zogen Ideen und Dis­kur­se rechtsextremer Kriminalisten heran und konzipierten die »vorbeugende Ver­bre­chens­­bekämpfung«. Sie wollten also Ver­brechen »be­kämp­fen«, bevor sie über­haupt geschahen. Men­schen wurden als »Berufs­ver­bre­che­rIn­nen« klassi­fiziert und in »Vorbeugungs­haft« genommen, das heißt, in einem Kon­zen­tra­tions­lager interniert und mit dem »grünen Win­­kel« gekennzeichnet.

Dieses Buch erzählt die Geschichten von acht »Berufsverbrecherinnen« – vorbestrafte Abtreiberinnen und Diebinnen aus Österreich, die ins Frauen-KZ Ravensbrück deportiert wurden.

Über diese KZ-Häftlingsgruppe ist bis heute fast nichts bekannt, und von den Opfern existieren keinerlei Selbstzeugnisse. Anhand von Gerichtsakten rekonstruiert Sylvia Köchl die Biografien und arbeitet ein bisher unbekanntes Kapitel der NS-Geschichte auf.

Sylvia Köchl, geb. 1965, Politikwissenschaft­lerin und Journalistin in Wien, Aktivis­tin in der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravens­brück & FreundInnen sowie in diversen weiteren antifaschistischen & feministischen Zusammen­hängen.

missy-magazine.de-Der falsche Winkel

Gedenkzeichen für verfolgte lesbische Frauen im NS

gedenkugel

„Wildes Gedenkzeichen“
Bereits seit den 80er Jahren gibt es Bemühungen von Lesbengruppen und –organisationen, Historikerinnen und Aktivistinnen einen Gedenkort in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zu schaffen für die lesbischen Frauen, die im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und im Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen Uckermark verfolgt und ermordet wurden. Der LSVD Berlin-Brandenburg und weitere Verbände hatten bereits einen Antrag zur Anbringung einer Gedenktafel für lesbische Häftlinge in Ravensbrück gestellt, den der Beirat in seiner Sitzung am 26.11.2012 abgelehnt hatte. Wir – feministische Frauen und Lesben aus der BRD und Österreich – haben in den drei vergangenen Jahren vor Ort Veranstaltungen und Gedenken zu diesem Thema organisiert. Im Rahmen der Gedenk-Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Befreiung haben wir 2015 eine Gedenkkugel niedergelegt. Nachdem die Gedenkstättenleitung die Gedenkkugel entfernt hatte, da sie nicht offiziell genehmigt war, haben wir uns entschieden, als Initiative „Autonome feministische Frauen Lesben aus Deutschland und Österreich“ einen offiziellen Antrag zu stellen. Dafür haben wir um Unterstützung in Form von Unterschriften gebeten. Vielen Dank für die vielen Unterschriften, Rückmeldungen, Kommentare und Zuspruch für unser Anliegen‚ die Gedenkkugel für die „verfolgten und ermordeten lesbischen Frauen im ehemaligen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück dauerhaft zu verankern’. Es haben mittlerweile 519 Personen und Organisationen aus 27 Ländern unterschrieben! Vielen Emails waren interessante und berührende Geschichten und Ermunterungen angehängt. Am 19.05.2016 hatte auch das Internationale Ravensbrück Komitee (IRK) auf der Jahrestagung in Wien entschieden, unseren Antrag auf Niederlegung der Gedenkkugel zu unterstützen. Die lange, beeindruckende Unterschrif
tenliste haben wir – wie angekündigt – unserem offiziellen Antrag beigefügt.
Auszug aus dem offiziellen Antrag: „Entsprechend der Leitlinien der Mahn- und Gedenkstätten Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten für die Anbringung von Gedenktafeln beantragen wir wie folgt eine Gedenktafel bzw. ein Erinnerungszeichen mit der Inschrift: In Gedenken aller lesbischen Frauen und Mädchen im Frauen-KZ Ravensbrück und Uckermark. Lesbische Frauen galten als „entartet“ und wurden als „asozial“, als widerständig und ver-rückt und aus anderen Gründen verfolgt und ermordet. Ihr seid nicht vergessen! · Für die Erhaltung und Pflege der Gedenktafel bzw. des Erinnerungszeichens übernehmen die Antragstellerinnen die Verantwortung, ebenso für die Anfertigung, den Transport, den Aufbau und die sichere Aufstellung.“
Entscheidung verschoben: Die Gremien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten haben nun beide eine Entscheidung verschoben. Sowohl in der Sitzung des Internationalen Beirats am 14. November 2016 als auch in der Fachkommission am 6.12. 2016 gab es sehr kontroverse Diskussionen. Eine endgültige Entscheidung wurde auf den 5. Mai 2017 verschoben. Der Beschluss der Beiratssitzung lautet: „Nach intensiver und kontroverser Diskussion kann derzeit kein Beschluss für oder gegen den Antrag gefasst werden. Kompromisse wären der frühere Konsensvorschlag oder die Nennung konkreter Namen.“ Der Formulierungsvorschlag aus dem Jahr 2011 lautete: „Im Gedenken an lesbische Frauen, die aus politischen, religiösen, rassistischen oder sozialen Gründen im KZ Ravensbrück in den Jahren 1939-1945 inhaftiert waren.“ Diese Formulierung haben wir diskutiert, beantragen aber weiterhin, die von uns verfasste Inschrift.
Insbesondere der ehemalige Sprecher des LSVD Brandenburg und Vertreter der Opfergruppe der Homosexuellen im Beirat, Alexander Zinn, will eine Gedenktafel unbedingt verhindern. Er hatte bereits in dem Streit um das Homomonument in Berlin einen öffentlichen Brief verfasst, um zu verhindern, dass damit auch lesbischen Frauen im Nationalsozialismus gedacht wird. In einer Stellungnahme an den Beirat schreibt er zwar, dass „die NS-Machthaber auch die weibliche Homosexualität ablehnten“, diese jedoch nicht verfolgt worden sei, da sich der §175 nicht auf lesbische Frauen bezog. Den Wunsch nach einem sichtbaren Zeichen des Gedenkens an lesbische Frauen bezeichnet er auf Basis dieser Argumentation als das Schaffen der „Legende einer Lesbenverfolgung“, die sich auf „zweifelhafte Einzelfälle“ stütze, „unseriös“ sei und „Geschichtsklitterung“, die „einer vollkommen unakzeptablen Instrumentalisierung der Geschichte für aktuelle politische Interessen“ diene. Die Initiative ,,Autonome feministische Frauenlesben aus Deutschland und Österreich“ habe „durch ihr Handeln demonstriert, dass sie nicht bereit ist, die Beschlüsse des Beirats zu akzeptieren… und habe „bei der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung im April 2015 einfach ein „wildes Gedenkzeichen“ niedergelegt. Andererseits sei auch der offizielle „Antrag ein Affront gegenüber dem Beirat“. Wir sind alle sehr enttäuscht über diese Entscheidung, aber auch erbost und entsetzt über den abwertenden Umgangston. Wenn ihr eigene Kommentare oder Proteste an den Internationalen Beirat senden wollt: Postalisch: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten z.Hd. internationaler Beirat, Vorsitzender Thomas Lutz Heinrich-Grüber-Platz 1 – 3 16515 Oranienburg E-Mail: info@stiftung-bg.de
Safe the date – Symposium: Identitätspolitik und Gedenken Schwul-Lesbische Erinnerungskulturen in der Diskussion
Ein Symposium am 20. / 21. April 2017 im Kontext des 72. Jahrestages der Befreiung des Frauen-Konzentrationslagers
Veranstalterin: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Schirmherrin: Monika von der Lippe, Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg
Donnerstag, den 21. April 16 Uhr Begrüßungen / Empfang /Vorstellung des Projektes der deutsch-österreichischen Initiative: Eine Gedenkkugel für Ravensbrück
Freitag, den 22. April 2017 Vorträge, Diskussionen, sowie eine Podiumsdiskussion
Gedenkstätten an Orten ehemaliger Konzentrationslager sind von jeher gefragte Orte für geschichtspolitisches Handeln. Gedenkzeichen, die staatlicherseits, aber auch von zivilgesellschaftlichen Initiativen gesetzt werden können, suchen spezifische historische Verfolgungskontexte sichtbar zu machen. Zugleich artikulieren sie aber immer auch gegenwartsbezogene Ansprüche auf Sichtbarkeit und Anerkennung.
In Folge der schwul-lesbischen Emanzipationsbewegungen werden seit Anfang der 1980er Jahre Gedenkzeichen in KZGedenkstätten gesetzt, die an das Schicksal männlicher homosexueller Häftlinge erinnerten; auch für die Erinnerung an lesbische Häftlinge hat es verschiedene Gedenkinitiativen gegeben. Indes war dieser Prozess von Anbeginn von einer Kritik begleitet: Ziele, so eine der Vermutungen, die Praxis des Gedenkens an diesen Orten nicht auf eine Konstruktion von „Vorfahren“ und „Ahnen“, die allesamt in der NS-Zeit verfolgt wurden? Und stellt nicht eben diese Praxis die heutigen „Nachkommen“ quasi in eine Tradition der Unschuld? Inwieweit begeben sich schwul-lesbische Initiativen in die Falle einer identitären Besetzung des Vergangenen, in der beispielsweise die Homosexualität im Milieu der SS-Täterinnen und Täter vollends aus dem Blick gerät?
Gleichwohl stellt sich die Frage, ob identitätspolitische Motive nicht grundsätzlich konstitutiver Bestandteil von Akten öffentlichen Gedenkens sind. Sind Entscheidungen über die Legitimität von Gedenkzeichen nicht immer auch Entschei
dungen darüber, welche sozialen Gruppen in ihrem Anspruch auf gesellschaftliche Sichtbarkeit unterstützt werden und welche nicht? Das geplante Symposium ist diesen Fragen gewidmet. Anlass ist die Kontroverse um die Legitimität öffentlichen Gedenkens lesbischer Frauen, die erstmals in aller Schärfe in den 1990er Jahren um das Denkmal für verfolgte Schwule und Lesben im Berliner Tiergarten geführt wurde und derzeit in der Gedenkstätte Ravensbrück eine Fortsetzung findet. Das Symposium sucht Aktivistinnen, Geschichts- und KulturwissenschaftlerInnen, Mulitplikatoren und Interessierte miteinander ins Gespräch zu bringen. ReferentInnen: Gabriele Dietze, Humboldt-Universität zu Berlin; Insa Eschebach, Gedenkstätte Ravensbrück; Anna Hajkova, University of Warwick, England; Sabine Hark, TU Berlin; Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors; Thomas Rahe, Gedenkstätte Bergen-Belsen; Corinna Tomberger, Freie Universität Berlin Initiative Autonome feministische Frauen Lesben aus Deutschland und Österreich. Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Straße der Nationen 2 16798 Fürstenberg/Havel
Das genaue Programm werden wir in der nächsten Ausgabe der Krampfader veröffentlichen. Es wird aber auch vorher auf der website – www.ravensbrueck.de – der Gedenkstätte einzusehen sein. Wir hoffen, dass ihr zahlreich das Symposium und dann auch die Feierlichkeiten zum Jahrestag der Befreiung besuchen könnt.
„Autonome feministische FrauenLesben aus Deutschland und Österreich“ Kontakt: Email: Gedenkkugel@gmx.de

Wildes Gedenken

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